23 November 2012 - 20:30

Der schiitische Großayatollah vom Irak hat die Regierung und Verantwortlichen der autonomen Kurdenregion im Irak aufgefordert, sich zu mäßigen.

Der schiitische Großayatollah vom Irak hat die Regierung und Verantwortlichen der autonomen Kurdenregion im Irak aufgefordert, sich zu mäßigen.

Der Vertreter von Ayatollah Sistani, Scheich Abdolmahdi Kerbelai, richtete sich am Freitag im Hof des Mausoleums von Imam Hussein in Kerbela an tausenden Betenden und überbrachte ihnen die Botschaft von Ayatollah Sistani, in der er die Verantwortlichen der autonomen Kurdenregion im Irak sowie die Zentralregierung aufforderte, die Konflikte beiseitezulegen. Er forderte die Verantwortlichen der Zentralregierung in Bagdad und in Erbil auf, Ruhe zu bewahren und allen Konflikten ein Ende zu setzen, denn der Irak könne sich momentan keine größeren Konflikte leisten, hieß es.Die Spannungen zwischen Erbil und Bagdad fingen damit an, als der geflüchtete Vizepräsident der Zentralregierung, Tarik Al-Haschemi, nach Erbil flüchtete und dort Asyl bekam. Auch der Aufforderung, den Vizepräsidenten, der des Terrorismus beschuldigt wurde, an die Regierung in Bagdad auszuliefern, folgten die Verantwortlichen in Erbil nicht. Die Spannungen spitzten sich noch zu, als die Zentralregierung in Bagdad den Import des Öls der autonomen Kurdenregion an die Türkei nicht mehr genehmigte.